Internationaler Frauentag – Anerkennungstag für alle Frauen!

Die wirtschaftliche Teilhabe von Frauen ist 2016 ein besonderes Anliegen des Projektes Anerkannt! 2016. 28% der migrantischen Erwerbstätigen (25% der Männer, 32% der Frauen) fühlen sich in ihrem Tätigkeitsbereich dequalifiziert: Sie sind also unter dem Qualifikationsniveau, das sie international erworben haben, tätig. Dies gilt übrigens auch für Österreicherinnen, aber in geringerem Ausmaß – nämlich für 8% der Männer und 12% Frauen. Hier legt Anerkannt das Augenmerk auf Formen der Validierung, also der Anerkennung von non-formal und informell erworbenen Kompetenzen: Für diese hat man zwar kein Zeugnis oder Diplom, aber man ist dennoch fachlich sattelfest.

Dieser Befund findet sich in zahlreichen Strategiepapieren im Integrations-, Bildungs-, Wirtschafts- und Arbeitsmarktbereich. Wir setzen uns für den ausbildungsadäquaten Berufseinsatz / der Erwerbstätigkeit von allen Frauen ein. Zugleich fördert Anerkannt! mit innovativer Netzwerkarbeit in der Gesamtgesellschaft das Interesse an bestehenden/ mitgebrachten Kompetenzen, deren beruflicher Verwertbarkeit und an einer allgemeinen respektvollen „Anerkennungskultur“ gerade in Zeiten sehr hoher Migrations- und Fluchtbewegungen. Die Teilhabe an Arbeit und Wirtschaft ist eine zentrale Form der Verhinderung der Abhängigkeit von nicht förderlichen, patriarchalen Strukturen und somit auch aus gesamtgesellschaftlicher Sicht unbedingt mitzudenken. Heuer arbeiten wir verstärkt mit Fraueneinrichtungen, GemeinwesenarbeiterInnen, SozialpartnerInnen, doch auch potentielle ArbeitgeberInnen, insbesondere KMUs, zusammen.