Anerkennungs-Frühstück am 11. Februar 2016

Anerkennungs-Frühstück_20160211

Wir, inspire thinking, arbeiten an der hochaktuellen Thematik „Anerkennung von international erworbenen Berufs-qualifikationen“. Und zwar mit Leidenschaft, in einem dichten Netzwerk sowie mit einem kommunalen und zugleich weltoffenen Blick.

Wir möchten unsere Schwerpunkte im Projekt „Anerkannt! 2016 – Projekt zur Anerkennung von international erworbenen Berufsqualifikationen“ vorstellen und zugleich Schnittstellen der Zusammenarbeit mit Ihnen/ mit Dir herausfinden.

Wann: Donnerstag, 11. Februar 2016, 8:30 bis 9:30 Uhr

Wo: CoWorking im Rondo, Marienplatz 1 / 2. Stock, 8020 Graz

Anmeldung: bis 8. Februar 2016 an office@inspire-thinking.at

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Wie (Berufs-)Anerkennung gelingen kann!, 11. November 2015

Am 11. November 2015 luden wir im Media Center des Grazer Rathauses zu einer Informationsveranstaltung zum diversitätsorientierten Recruiting. Im vollbesetzten Saal eröffnete Integrations- und Bildungsstadtrat Kurt Hohensinner, MBA mit dem Hinweis auf die aktuelle weltpolitische Lage und die damit einhergehende Notwendigkeit von Migration und Anerkennung international erworbener Qualifikationen. Die Hauptreferentin MMag.a Isabella Skrivanek (Donau-Universität Krems) gab einen wissenschaftlichen Überblick über die derzeitig in Österreich gegebene komplexe Situation mit einem Ausblick auf Adaptionswünsche in Richtung Vereinfachung, um volkswirtschaftlich positive Effekte durch bessere Integration in den Arbeitsmarkt zu fördern. Als Leiter des Integrationszentrums Steiermark verwies Martin Häusl auf Programme wie „Mentoring für MigrantInnen“, das qualifizierte bzw. hochqualifizierte Mentees mit Migrationshintergrund mit Mentorinnen und Mentoren aus der Wirtschaft zusammenbringt. Der Unternehmer Gerhard Zottmann schilderte, wie sich bei einer internationalen Belegschaft mit unterschiedlichen Qualifikationen und Nachweisen der Praxisalltag von der Bewerbung bis zur Karriere darstellt und welche Unterstützungsleistungen aus der Sicht von KMUs vorteilhaft sind. In angeregten Diskussionen wurden noch etliche Fragen zum Thema Berufsanerkennung beantwortet und Lösungsvorschläge erörtert.

Diashow Veranstaltung 11.11.2015

Informationsfolder Diversity Recruiting

Informationsfolder_Mentees_2015

Linksammlung Berufsanerkennung

 BMEIA Logo_kl  Logo_BildungIntegr_Stadt-kl2  ÖIF Logo

 

 

Anerkannt! Basis-Workshop in Kooperation mit akzente Voitsberg

Am Di, 22. September 2015 veranstalten wir gemeinsam mit akzente von 9:00 bis 12:00 Uhr in den Räumlichkeiten von akzente in Voitsberg (Grazer Vorstadt 7) einen Anerkannt! Basis-Workshop.

Der Workshop ist ein Kompass in der interessanten und sehr komplexen Landschaft der Anerkennung und Bewertung ausländischer Berufsqualifikationen. Inhalt sind ein Überblick über den gesellschaftspolitischen Rahmen in Österreich und der EU, die vorgebenen Strukturen und den Beratungsablauf.

Der Workshop richtet sich an Personen, Organisationen, Unternehmen und Behörden, die Kompetenz und Unterstützung im Bereich Anerkennung von internationalen Qualifikationen benötigen.

Weitere Informationen und Anmeldungen bitte unter:
office@akzente.or.at  oder 03142/93030 (Mo-Fr, 8:00 bis 12:00)

 

 

Internationale ZEBRA-Fachtagung

Der Verein ZEBRA veranstaltet am 23.September 2015 in Graz eine internationale Fachtagung zum Thema „Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen und Arbeitsmarkt.“ Was lässt sich aus good-practice Beispielen für die Situation in Östereich lernen.

Nähere Informationen zur Fachtagung.

„ Nostri … was? Informationstools zur Unterstützung des Anerkennungsprozesses in Österreich.“

In Österreich ist die Kompetenzverteilung der sachlich zuständigen Stellen für Fragen der beruflichen Anerkennung ausländischer Qualifikationen sehr fragmentiert. Dieser Umstand fordert nicht nur die österreichischen Institutionen selbst, sondern vor allem auch die betroffenen Personen heraus, die bereits mit ausländischen Qualifikationen in Österreich leben oder ankommen. Für die erste Gruppe – Personen mit ausländischen Qualifikationen, die bereits länger in Österreich leben – ist zu beobachten, dass diese eher spät in den Anerkennungsprozess einsteigen. Für die zweite Gruppe – Personen mit ausländischen Qualifikationen, die nach Österreich kommen – steht der Anerkennungsprozess ihrer Qualifikationen im Idealfall am Anfang eines neuen persönlichen wie beruflichen Lebensweges in Österreich.
Für die Initiierung des Anerkennungsprozesses sind verlässliche Sach- und Erstinformationen zentral, um eine Verzögerung aufgrund fehlender Basisinformationen zu verhindern. Betroffene berichten bis 2012 oftmals über Barrieren in diesem Bereich. Damit sind vor alle die validen Erstinformationen (aus dem Ausland), die Sprachbarrieren wie auch die Unwissenheit über vorhandene Fördermöglichkeiten gemeint, die zentral sind, um erfolgreich diesen Prozess initiieren zu können .
Seit 2012 gibt es erfreulicherweise eine positive Trendwende. Dieser Trend ist zweifelsohne durch Strategieänderungen für mehr Transparenz geschuldet. Dazu gehören auch Maßnahmen wie der Bereitstellung von mehrsprachigen Informationsquellen, Beratungsmöglichkeiten, der Möglichkeit von Online-Antragsstellung (Bewertungen von im Ausland erworbene akademische Abschlüsse) sowie der Schaffung eines bundesweiten Netzwerks für institutionelle Partner/innen im Anerkennungsbereich.

Kommunikationskanäle zwischen den Institutionen etablieren und aufbauen – Netzwerk Anerkennung
„Netzwerk – Anerkennung“ vernetzt seit 2012 institutionelle Kompetenzen aus der bundesweiten institutionellen Anerkennungspraxis. Operativ ist es im Integrationszentrum Wien des ÖIF angesiedelt und wird gemeinsam mit dem Bundesministerium für Europa, Äußeres und Integration (BMEIA) koordiniert. Jährlich finden drei Sitzungen mit bundesweiten Vertreterinnen und Vertretern aus Ministerien, Gebietskörperschaften, von den Sozialpartner/innen, Wissenschaft und Beratungspraxis statt. Die Chancen und Herausforderungen für ein künftiges Anerkennungsgesetz in Österreich stehen dabei ebenso im Mittelpunkt wie der Informationsaustausch über aktuelle Entwicklungen auf nationaler und internationaler Ebene, oder auch Fragen zur Sensibilisierung der Aufnahmegesellschaft in punkto Abbau von systemischen Barrieren.

Bundesweite Informationstools für die berufliche Anerkennung
1) Informations- und Servicewebsite www.berufsanerkennung.at
Die Service- und Informationswebseite www.berufsanerkennung.at dient mit dem „Anerkennungs-Wegweiser“ seit 2013 als Erstquelle für Basisinformationen zum Thema berufliche Anerkennung ausländischer Qualifikationen in Österreich. Der Anerkennungs-Wegweiser gibt Informationen zu 1.800 Berufen in Österreich, der den Besucher in maximal sechs Schritten zu richtigen Kontaktstelle bzw. zu weiterführenden Information, bspw. zu regionalen Beratungsstellen, navigiert. Des Weiteren erhält der/die Interessierte Informationen rund um den Anerkennungsprozess, zum Thema „Arbeiten in Österreich“ und zielgruppenorientierte Erklärungen der wichtigsten Begriffe.
Im Herbst 2014 wurde die Seite bedarfsorientiert überarbeitet, inhaltlich erweitert und in drei erste Bedarfssprachen (Englisch, Türkisch, B/K/S) übersetzt. Die Website bietet nun eine noch userfreundlichere Oberfläche und ist auch für den Zugriff von mobilen Endgeräten optimiert worden. Erfolgsgeschichten von Personen, die ihre Qualifikationen erfolgreich anerkennen ließen, motivieren, den Schritt der Anerkennung von Qualifikationen ausländischer Qualifikationen in Österreich aktiv zu initiieren. Insgesamt verzeichnete die Seite im Jahr 2014 165.863 Zugriffe, was einem Plus von 140 % zum Vorjahr entspricht. Die stark vertretenen Zugriffsländer sind dabei Österreich, Deutschland, die USA, Kroatien, Serbien sowie Bosnien.

2) Anerkennungshandbuch „Anerkennungs-ABC“
Auch das „Anerkennungs-ABC“ wurde bedarfsorientiert überarbeitet: Es bietet Informationen zu mehr als 200 reglementierten Berufen nach Berufsgruppen und Antragsstellen in Österreich und ist mehrsprachig in Deutsch/Englisch erhältlich. Als kompakte Erstinformation für Personen, die den Anerkennungsprozess in Österreich initiieren möchten, liefert das Anerkennungshandbuch zudem Auskunft zu unterschiedlichen Arten der Anerkennung wie auch zum österreichischen Bildungssystem. Das Anerkennungs-ABC liegt in sämtlichen Einrichtungen im In- und Ausland auf: bspw. den Anlaufstellen für Personen mit im Ausland erworbenen Qualifikationen (AST), den Integrationszentren des ÖIF, den Regionalstellen des AMS, bei Antragsstellen und auch international, bspw. den Österreich Instituten. Das Anerkennungshandbuch kann kostenlos unter berufsanerkennung@integrationsfonds.at bestellt werden.
Elektronisch steht das Handbuch zum kostenlos Download bereit unter: https://www.integrationsfonds.at/anerkennungs_abc/.

Jana Matischok (jana.matischok@integrationsfonds.at)

BildungsANschlüsse statt Bildungsabschlüsse

Zum Internationalen Menschenrechtstag 10.Dezember

Wenig analysiert, aber praktisch bedeutsam ist die Schnittstelle zwischen „erfolgreicher Anerkennung von im Ausland erworbener Berufsqualifikation“ und dem „ausbildungsadäquater Berufseinstieg“. Aktuelle Strategien und Forschung dazu setzen sich – noch – leider nicht mit den Bedarfen von Klein- und Mittelbetrieben (KMUs) auseinander. Diese stellen aber einen Großteil der Arbeitsplätze.

Der Anerkennungsprozess ist tatsächlich erst mit dem erfolgreichen, ausbildungsadäquaten Berufseinstieg abgeschlossen. Der Begriff Bildungsanschluss (statt Bildungsabschluss) soll das versinnbildlichen. Dieser Zugang bringt mit sich, die Bedeutung der arbeitgebenden Institutionen und deren Einstellungspraxen in Hinblick auf gut qualifizierte und „anerkannte“ MigrantInnen ins Zentrum zu stellen. Dies kann sowohl eine formale Anerkennung (mit Bescheid) über eine der vielen dafür zuständigen österreichischen Behörden sein, aber auch eine Bewertung. Bewertungen haben den Status eines Gutachtens oder einer Empfehlung. Anerkannt! legt den Fokus auf genau diese Frage, was dem bildungs- und menschenrechtspolitischen Profil des Projektes entspricht.

Der Bedarf von KMUs ist in der einschlägigen Anerkennungs-Literatur weitgehend ausgeblendet. Dieser aus Diversitätssicht problematische „blinde Fleck“ bedeutet, dass wichtige Akteure im Feld nicht einbezogen werden. Nochmals unbeachtet bleibt somit offensichtlich die Frage: Was hindert und was motiviert KMUs, gut qualifizierte MigrantInnen mit erfolgreich absolvierter Anerkennung/ Bewertung wahrzunehmen und aufzunehmen? Auch die Frage, wie die Karriereverläufe von MigrantInnen mit erfolgreich abgeschlossener Berufsanerkennung aussehen, bleibt offen. Besonders interessant ist die Frage, wie ArbeitgeberInnen / Personalzuständige mit Anerkennungs-/Bewertungsunterlagen umgehen, da diese teilweise Dokumente beinhalten, die man nicht oft zu Gesicht bekommt. Dies sind zum Beispiel Nostrifizierungsbescheide oder formale Bewertungen, wie sie ENIC NARIC Austria ausstellt. Auch die Verknüpfung mit Wissen um sozial- und fremdenrechtlicher Hinsicht, etwa bezogen auf AusländerInnenbeschäftigungsmodalitäten oder auf Visaangelegenheiten, sind von großem Interesse. Daraus ergibt sich letztendlich die Frage, ob aufgrund dieser Situation Formen der strukturellen Diskriminierung ableitbar sind, die KMUs die Personalaquise erschweren, wenn es um den Zugang zu gut qualifizierten MigrantInnen geht. Wie sieht der Bedarf bei diversitätssensibler Personalauswahl und Personalentwicklung aus? Dies interessiert und sowohl im öffentlichen Bereich (Stichwort „Interkulturelle Öffnung von Institutionen“) als auch in der Privatwirtschaft

Wir entwickeln dazu praxisorientierte Handlungsempfehlungen und weitere Angebote, um ein wenig dazu beizutragen, dass Bildungsanschlüsse ein Stück gelebte Menschenrechtspraxis werden.

Mangelberufeliste neu

Nur mehr 11 Berufe wurden für 2015 als Mangelberufe definiert. Drittstaatsangehörige, die diese Berufe haben, können einen Antrag für eine Rot-Weiss-Rot-Karte in Österreich stellen. Auffallend ist, dass ab 2015 der einzige Beruf, den viele Frauen ausüben, von der „Mangelberufeliste“ gestrichen wird: Diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester/Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger fallen nunmehr unter „Sonstige Schlüsselkräfte“ (mit einem definierten Mindestentgelt). Die Liste erstellt das BMASK mit dem BMWFW gemeinsam, und zwar auf Basis der vom AMS erhobenen Stellenandrangziffer: Laut dieser ist die Nachfrage nach gehobenem Gesundheitspflegepersonal zurückgegangen.

Frauenpolitisch ist dies eine unerfreuliche Entwicklung, da die Systematik der Mängelberufeliste ganz klar den technischen Bereich forciert, wo Frauen eben wenig präsent sind.

 

Ärztegesetz – diskriminierungsfreier gestaltet

Das Ärztegesetz ist diskriminierungsfreier geworden: In Hinkunft kann man sich auch in die Ärzteliste eintragen lassen, wenn man nicht die österreichische Staatsangehörigkeit hat. Erst die Eintragung in die Ärzteliste berechtigt nämlich Personen, selbständig oder unselbständig als Ärzt/ Ärztin tätig zu sein. Neue Bestimmungen gibt es jedoch für die Ausübung des ärztlichen Berufes, was die ausreichende Kenntnis der deutschen Sprache betrifft: Diese Bestimmung zu präzisieren obliegt nun der Österreichischen Ärztekammer vor, die auch die Durchführung der Deutschprüfungen regelt.

MigrantInnen – Potential für die Steiermark?

Einladung zur AST-Fachveranstaltung.

Seit fast zwei Jahren gibt es in Österreich Anlaufstellen für Personen mit im Ausland erworbenen Qualifikationen (AST). ZEBRA/AST Steiermark veranstaltet am 10.11.2014, 18.00-20.00 in Kooperation mit der AST Anlaufstellenkoordination Wien eine Fachveranstaltung im Kunsthaus Graz – Space 04, Lendkai 1. ReferentInnen und Impulsgeber, wie Mag,Dr. Peter Huber, Landesrätin Dr. Bettina Vollath, Mag. Karl Heinz Snobe MA und Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Annette Sprung werden die Bedeutung von Migration für den steirischen Arbeitsmarkt und die Bedeutung einer sozialen Durchlässigkeit im Sinne einer beruflichen Aufwärtsmobilität thematisieren. „Werden mitgebrachte Qualifikationen von MigrantInnen am Arbeitsmarkt ausreichend genutzt?“ „Was bedeutet „Anerkennung“ im gesamtgesellschaftlichen Kontext?“ „Welche Strategien werden von Seiten der Landesregierung und des AMS entwickelt, um Potentiale zu nutzen?“ Über diese und weitere Fragen wird an diesem Abend diskutiert.