Anerkennung beruflicher Qualifikationen am Arbeitsmarkt

… ist ein Thema, das uns aus verschiedenen Blickwinkeln immer wieder betrifft.

Das Projekt ECVET Goes Business hat sich zwei Jahre lang mit dem “Europäischen Leistungspunktesystem für die berufliche Bildung” auseinandergesetzt. Nun findet die große Abschlussveranstaltung statt.

Informationen über Systeme der Anrechenbarkeit von Aus-/Bildung, nationale und internationale Qualifikationsrahmen und vieles mehr werden geboten, es besteht die Möglichkeit mit Expert_innen zu diskutieren und Einblicke in Gegenwart und Zukunft unserer europäischen Berufswelt zu erlangen.

“Von Äpfeln und Birnen und dem Licht am Ende des Tunnels”

6.10.2017 von 9:00 bis 13:00 Uhr, Otto-Möbes-Akademie (Stiftingtalstr. 240, 8010 Graz)

Informationen und Anmeldung:
unter diesem Link oder bei: ute.sonnleitner@oegb.at oder marion.mirtl-siegert@oegb.at

Einladung als PDF.

7. Juni 2017: Kompetenzerwerb in der Arbeit mit Flüchtlingen und MigrantInnen“

Am 7.6. stellen wir auf der Fachhochschule Joanneum unsere Projektergebnisse aus der großen Online-Befragung bei steirischen Klein-und Mittelbetrieben vor.
Thema ist, wie sie mit migrantischen Bewerbungen / MitarbeiterInnen umgehen.

  • Welche Erfahrungen machen Menschen, die sich ehrenamtlich in der Arbeit mit Flüchtlingen und MigrantInnen engagieren?
  • Welche spezifischen Kompetenzen eignen sich diese Menschen durch ihren freiwilligen Einsatz an?
  • Welche unterstützenden Rahmenbedingungen sind von Nöten, um diese ehrenamtliche Arbeit zu erleichtern?

(mehr …)

Neue Regelung: Bewertungen kostenpflichtig

Zunehmend mehr Personen stellen beim BMWFW (Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft) einen Antrag auf die Bewertung ihrer ausländischen Hochschulqualifikation. Die Anträge auf die Bewertung von im Ausland erworbenen Hochschulqualifikationen haben sich in den letzten Jahren verdreifacht. Dies stellt natürlich eine große Herausforderung für das Team im zuständigen Ministerium dar.

Es wird dann ein Gutachten erstellt, das am Arbeitsmarkt sehr dienlich sein kann. Die Bewertung soll der Person selbst, aber auch den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern helfen, die Qualifikation gut einschätzen zu können.

Ab dem Frühjahr 2017 gilt eine neue Regelung in Österreich: Nun müssen sich die Personen – in der Regel Migrantinnen und Migranten – an den Kosten beteiligen.

Die Kostenbeteiligung ist leider ein Resultat dieses Trends:

So sieht sie aus:

+ € 150,- für die Bewertung von bis zu zwei Qualifikationen pro Antrag
+ € 200,- für die Bewertung von drei oder mehr Qualifikationen pro Antrag

Es gibt jedoch die Möglichkeit, die Kosten über den Österreichischen Integrationsfonds rückerstattet zu bekommen.

Die Bewertung ist jedoch nicht für den Zugang zum Erststudium oder Weiterstudium an österreichischen Hochschulen geeignet. Hier wendet man sich an die zuständige Hochschule.

Link:

Österreichischer Integrationsfonds

 

Fokusgruppen zur Berufsanerkennung in Betrieben, 22. Juni 2017

Im Rahmen des Projektes „Anerkannt! – Projekt zur leichteren Anerkennung von international erworbenen Berufsqualifikationen“ der Bildungseinrichtung inspire führen wir 2017 mehrere Fokusgruppen durch.

Worum geht es?

Die steirische Gesellschaft wird immer vielfältiger. In bestimmten Branchen besteht ein Personalmangel. Wir möchten gern aus der Praxis erfahren, wo in Betrieben „der Schuh drückt“ und was gut gelingt. Wie kann es weiters gelingen, mit einer vielfältigen Belegschaft im Betrieb gut zu arbeiten? Unser Augenmerk liegt dabei auf den mitgebrachten Qualifikationen von MigrantInnen: Ein Viertel von ihnen arbeitet unter seinem/ihrem Ausbildungsniveau.

Zudem stellen wir die Resultate unserer Online-Befragung bei steirischen Klein- und Mittelbetrieben zum Umgang mit mitgebrachten Qualifikationen und zur Personalauswahl allgemein vor.

Die Methode der Fokusgruppe eignet sich gut dafür, vorhandene Bilder und Vorstellungen zu einem bestimmten Thema zu beschreiben, sowie Ideen für Lösungsansätze zu entwickeln. Bei diesen gemischt zusammengesetzten Gruppen vertritt jede Person ihre persönlichen Wahrnehmungen, die für uns wertvolle Hinweise beinhalten. Die Fokusgruppe dauert ca. 2 Stunden.

 

Datum/Zeit: 22. Juni 2017, 13:30 bis 15:30 Uhr

Ort: Volkshilfe Steiermark, Sozialzentrum Leoben, Pestalozzistraße 27, 8700 Leoben

Wir bitten um Ihre Anmeldung und stehen für Rückfragen gerne zur Verfügung:

Mag.a Edith Zitz: 0676/ 580 3474, edith.zitz(at)inspire-thinking.at

Nächster Workshop zu Berufsanerkennung in Graz Jakomini

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Workshop „Wie (Berufs)Anerkennung gelingen kann!“

Viele in Österreich lebende Menschen haben Berufsausbildungen und Qualifikationen, die sie bislang noch schwer in einer Berufstätigkeit verwerten können. Davon sind sowohl gebürtige ÖsterreicherInnen als auch Personen mit Migrationsgeschichte oder aus Krisengebieten Geflüchtete betroffen.

Zugleich führen sinkende Geburtenraten und eine stetig alternde Bevölkerung zu einem starken Bedarf an Fachkräften.

Wie kann es gelingen, Menschen mit Berufsausbildungen und Qualifikationen in unseren Arbeitsmarkt zu integrieren und damit ein sicheres Leben in unserer Gesellschaft zu bieten?

Gemeinsam mit vielen PartnerInnen engagieren wir uns für eine respektvolle „Anerkennungskultur“ gerade in Zeiten hoher Migrations- und Fluchtbewegungen.

Der Workshop findet im Rahmen von „Anerkannt! – Projekt zur leichteren Anerkennung von international erworbenen Berufsqualifikationen“ statt.

Das erfahren Sie im Workshop

Der Workshop ist ein Kompass in der komplexen Landschaft der Anerkennung und Bewertung ausländischer Berufsqualifikationen (Nostrifizierungen, Nostrifikationen, Gleichhaltungen,…).

Der Workshop bietet kompaktes und anwendbares Wissen und schließt an den bestehenden Informationsstand der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an. Diese verfügen sodann über einen systematischen Überblick. Zugleich bietet der Workshop Handwerkszeug für häufig gestellte Praxisfragen.

Termin

29. Mai 2017, 16:00 bis 18:00 Uhr,
SMZ Jakomini, Conrad-von-Hötzendorf-Straße 55, 8010 Graz

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Referentin: Mag.a Edith Zitz, inspire – Verein für Bildung und Management
edith.zitz(at)inspire-thinking.at, +43 (0)676/580 3474

Koordination: Mag.a Andrea Kern, MA, inspire – Verein für Bildung und Management,
andrea.kern(at)inspire-thinking.at, +43 (0)699/17741939

 

In Kooperation mit Logo_SMZ_Jakomini

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Internationaler Frauentag 8. März – Anerkennungstag für alle Frauen!

Die wirtschaftliche Teilhabe von Frauen ist ein besonderes Anliegen des Projektes Anerkannt!.

28% der migrantischen Erwerbstätigen (25% der Männer, 32% der Frauen) fühlen sich in ihrem Tätigkeitsbereich dequalifiziert: Sie sind also unter dem Qualifikationsniveau, das sie international erworben haben, tätig.

Dies gilt übrigens auch für Österreicherinnen, aber in geringerem Ausmaß – nämlich für 8% der Männer und 12% Frauen. Bei diesen legt Anerkannt! das Augenmerk auf Formen der Validierung, also der Anerkennung von non-formal und informell erworbenen Kompetenzen: Für dieses Know-how hat man zwar kein Zeugnis oder Diplom, aber man ist dennoch fachlich sattelfest.

Der Dequalifikations-Befund findet sich in zahlreichen Strategiepapieren im Integrations-, Bildungs-, Wirtschafts- und Arbeitsmarktbereich. Wir setzen uns für den ausbildungsadäquaten Berufseinsatz / der Erwerbstätigkeit von allen Frauen ein. Zugleich fördert Anerkannt! mit innovativer Netzwerkarbeit in der Gesamtgesellschaft das Interesse an bestehenden bzw. mitgebrachten Kompetenzen, deren beruflicher Verwertbarkeit und an einer allgemeinen respektvollen „Anerkennungskultur“ gerade in Zeiten sehr hoher Migrations- und Fluchtbewegungen.

Die Teilhabe an Arbeit und Wirtschaft ist eine zentrale Form der Verhinderung der Abhängigkeit von nicht förderlichen, patriarchalen Strukturen und somit auch aus gesamtgesellschaftlicher Sicht unbedingt mitzudenken.

Wir arbeiten heuer verstärkt mit Fraueneinrichtungen, GemeinwesenarbeiterInnen, SozialpartnerInnen, doch auch potentielle ArbeitgeberInnen, insbesondere KMU’s, zusammen, um das Netzwerk noch enger zu knüpfen.

Anerkannt! 2017

Ein Viertel der MigrantInnen ist unter dem Ausbildungsniveau beruflich tätig. Das gilt verstärkt für Frauen. Die mangelnde Anerkennung der mitgebrachten Kompetenzen erschwert die soziale und gesellschaftliche Teilhabe. Zugleich gibt es in der Steiermark / in Österreich teils einen Fachkräftemangel.

Wir  sind Dienstleister bei der Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen. Tätig sind wir für Organisationen, Behörden und Unternehmen, die Unterstützung in diesem komplexen Bereich brauchen.

Gemeinsam mit vielen PartnerInnen engagieren wir uns für eine respektvolle „Anerkennungskultur“ gerade in Zeiten hoher Migrations- und Fluchtbewegungen. Das ist der Wirtschaft und dem Arbeitsmarkt förderlich und dem sozialen Zusammenhalt zuträglich.

Der Fokus liegt auf der Arbeit mit MultiplikatorInnen, auf Klein-und Mittelbetrieben und noch selten erreichten Aktiven. Die Anerkennung von informell / non-formal erworbenen Kompetenzen, die wir auch bearbeiten, betrifft übrigens auch viele ÖsterreicherInnen. Auch hier engagieren wir uns.

Unsere Maßnahmen im Jahr 2017
– Wir bieten Workshops für Gender- und Diversitäts-MultiplikatorInnen.
– Wir holen beschäftigungs- und wirtschaftspolitische Entwicklungen ins Projekt.
Anerkannt! erhebt quantitativ auf Basis der im September 2016 durchgeführten steirischen KMU-Online-Befragung und qualitativ mit Interviews und Fokusgruppen die Rolle und Bedarfe von KMUs im Anerkennungsprozess.
– In Grazer Stadtteilzentren finden niederschwellige Anerkennungs-Formate statt.
– Im „Labor“, einer partizipativ ausgerichteten Tagung mit der innovativen Methode „Art of Hosting“ erarbeiten wir mit Sozialpartnern, Behörden und dem AMS Lösungsmöglichkeiten für anspruchsvolle Anerkennungs-Fragen.

Rückfragen & Kontakt

Mag.a Edith Zitz, edith.zitz(at)inspire-thinking.at, ++43 (0)676/ 580 3474