Erste Online-Umfrage zur Praxis von Berufsanerkennung in steirischen Betrieben

Ab Mitte September 2016 findet steiermarkweit mit inhaltlicher Unterstützung des AMS, des ÖGB und der Wirtschaftskammer Steiermark die erste Online-Umfrage zu Beschäftigten mit ausländischen Qualifikationen in steirischen Betrieben statt. Dabei werden über 1500 Klein- und Mittelbetriebe mit bis 250 Beschäftigten über ihre Erfahrungen bei der Suche und Aufnahme von Beschäftigten mit international erworbenen Qualifikationen befragt. Die Umfrage wendet sich an die Geschäftsführung, die Personalverantwortlichen und die Betriebsrätinnen und –räte.

Ziel der Befragung ist es, erstmalig eine umfangreiche Bestandsaufnahme über die gelebte Praxis der komplexen Verfahren der Berufsanerkennung zu bekommen. So werden gezielt der Informationsstand, die innerbetrieblichen Erfahrungen bei der Suche und Rekrutierung von Fachkräften mit international erworbenen Qualifikationen und Verbesserungsvorschläge sowie der Unterstützungsbedarf für das Procedere abgefragt. Ein weiterer wichtiger Punkt, über die die Umfrageergebnisse Aufschluss geben sollen, ist in welcher Form die Berufsqualifikationen in den Betrieben überprüft werden.

Die gewonnenen Erkenntnisse werden nach Abschluss der Umfrage Fachleuten, Stakeholdern, sowie der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Resultate bilden den Bedarf von Klein- und Mittelbetrieben bezüglich der Anerkennungsthematik ab und beinhalten Handlungsempfehlungen für eine weitere Entwicklung.

 

Anerkannt!-Forschungen breit rezipiert

Systematische Arbeit im Gleichklang und Austausch mit vielen PartnerInnen macht sich bemerkbar: Bereits 2012 und nochmals 2015 griff das Anerkannt!-Team offene Fachfragen in Form seiner Recherche- und Forschungstätigkeit systematisch auf: Die 2012 erstmalig erstellte Erhebung zur steirischen Anerkennungspraxis und die 2015 österreichweit durchgeführten Fokusgruppen (einen qualitative Erhebungsmethode) zur Umsetzung der rechtlichen Bestimmungen im komplexen „Anerkennungsdschungel“ fanden nun Eingang in den ÖIF-Forschungsbericht „Anerkennung von Qualifikationen“, der im März 2016 erschien. Er stellt eine aktuelle Grundlagenarbeit dar.

Der Bericht zum Download:
Anerkennung von Qualifikationen. Fakten, Erfahrungen, Perspektiven. Eine theoretische und empirische Auseinandersetzung zu im Ausland erworbenen Qualifikationen in Österreich

 

Wintergartengespräch zur Berufsanerkennung, 7.6.2016

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Auf Einladung der Alternativen und Grünen GewerkschafterInnen / UG findet am 7. Juni 2016 der Informationsabend „Wie (Berufs-)Anerkennung gelingen kann!“ statt. Edith Zitz, Projektleiterin von „Anerkannt!“, informiert BetriebsrätInnen, GewerkschafterInnen und MultiplikatorInnen über den gesellschaftspolitischen und rechtlichen Rahmen der Berufsanerkennung mit Blick auf die Bundesländer, Österreich und die EU.

Wann: Mittwoch, 7. Juni 2016, 18:00 Uhr
Wo: Wintergarten des Cafe Blendend, Mariahilfer Straße 24/Ökonomiegasse, 8020 Graz

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Anerkennung Macht Vertrauen – SpeedDating am 5. Mai am Grazer Lendwirbel

Wir wollen mutig sein und uns mit Leuten, die wir noch nicht kennen, zusammensetzen. Dabei schauen wir uns an, was wir ALLE an Know-how, Kompetenzen und (Lebens)Erfahrung mitbringen. Wir lernen uns dabei kennen. Wir haben teils keine Möglichkeiten, das, was wir können, umzusetzen.

Die „Berufsanerkennung“ von unseren mitgebrachten Kompetenzen klappt nicht immer. Was bedeutet das „Anerkennungsverfahren“ im Asylwesen für uns? Wir wollen auch Fragen stellen, die wir nirgends stellen können – hier soll Platz dafür sein.

Wann habt ihr das Gefühl, ihr bekommt Vertrauen und könnt es geben?

Wie viel davon brauchen wir in einer globalisierten Welt und in unserem Viertel?

Was interessiert DICH?

Wir werden uns in mehreren Sprachen (Farsi, Arabisch, Deutsch) unterhalten, denn es wird gedolmetscht.

In Kooperation mit der Stadtteilarbeit EggenLend

Termin: Donnerstag, 5. Mai 2016, 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Ort: SPIELFELD Waagner-Biro –  die große Wiese bei der Helmut-List-Halle, 8020 Graz

Mehrsprachige Einladung zum Download:
Anerkennung Macht Vertrauen

Fotogalerie:

 

Unser Video vom Lendwirbel am 5. Mai 2016:
Film von „Anerkennung Macht Vertrauen“
Musik: „Happy Go Lucky“ by Scott Holmes is licensed under a Attribution License.

Informationen: 
Facebook – „Feiertag auf da Wiesn“
Smart City Graz

Anerkannt! auf dem Annenviertel-Flohmarkt in Graz

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Anerkannt! ist in diesem Jahr beim Annenviertel-Flohmarkt am 30. April 2016 zu Gast.

Wir möchten Sie / euch alle herzlich dazu einladen, uns am Metahofplatz in Graz zwischen 13:00 Uhr und 15:00 Uhr zu besuchen.

Wir freuen uns auf Ihr / euer Kommen und auf gute gemeinsame Gespräche.

 

Unser Film von unserem Info-Stand am Annenviertel-Flohmarkt:
Video vom Annenviertel-Flohmarkt

Fotogalerie:

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Am 9.6.2016 Basis-Workshop in Oberwart

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Am Donnerstag, 9. Juni 2016 veranstalten wir, das Projekt Anerkannt!, gemeinsam mit dem Verein Frauen für Frauen Burgenland von 9:00 bis 11:00 Uhr in den Räumlichkeiten der Frauen-, Mädchen- und Familienberatungsstelle Oberwart, (Prinz Eugen-Str. 12, 7400 Oberwart) einen Basis-Workshop „Wie (Berufs-)Anerkennung gelingen kann!.

Der Workshop ist ein Kompass in der interessanten und sehr komplexen Landschaft der Anerkennung und Bewertung ausländischer Berufsqualifikationen. Inhalt sind ein Überblick über den gesellschaftspolitischen Rahmen in Österreich und der EU, die vorgebenen Strukturen und den Beratungsablauf.

Der Workshop richtet sich an Personen, Organisationen, Unternehmen und Behörden, die Kompetenz und Unterstützung im Bereich Anerkennung von internationalen Qualifikationen benötigen.

Weitere Informationen und Anmeldungen bitte unter:
info@frauenberatung-guessing.at oder 03322/43001 (Mo-Fr, 8:00 bis 12:00 Uhr)

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Anerkannt!-Workshop am 21. März 2016 in Wildon

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Im Sommer 2015 hat sich eine Gruppe Freiwilliger in Wildon als Plattform „Gemeinsam in Wildon“ zusammengeschlossen und unterstützt und betreut AsylwerberInnen. Sie bietet Hilfe in den verschiedensten Bereichen: Lebensmittelverteilung, Kleiderspenden, Deutschkurse, Unterstützung bei Behördenwegen, Wohnungs- und Arbeitssuche. Weiters gibt es regelmäßig das kult.cafe als Ort der Begegnung. Am 30. April 2016 wird im Schloss Wildon ein musikalisch-kulinarischer Abend unterschiedlicher Kulturen stattfinden.

Die Bildungsorganisation inspire bietet zusammen mit „Gemeinsam in Wildon“ einen Workshop zur Anerkennung der mitgebrachten / internationalen Qualifikationen an.

Weitere Informationen finden Sie auf Facebook unter „Gemeinsam in Wildon“: „Gemeinsam in Wildon“ auf Facebook

Anerkannt!-Workshop

Gemeinsam mit vielen PartnerInnen engagieren wir uns für eine respektvolle „Anerkennungskultur“ gerade in Zeiten hoher Migrations- und Fluchtbewegungen.

Der Workshop ist ein Kompass in der interessanten und komplexen Landschaft der Anerkennung und Bewertung ausländischer Berufsqualifikationen (Nostrifizierungen, Nostrifikationen, Gleichhaltungen,…). Er bietet kompaktes Wissen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verfügen damit über einen systematischen Überblick. Zugleich gibt es Handwerkszeug für häufig gestellte Praxisfragen.

Der Workshop dauert 1,5 Stunden und umfasst folgende Bereiche:

– Gesellschaftspolitischer Rahmen der Berufsanerkennung mit Blick auf die Bundesländer, Österreich und die EU

– Strukturverständnis: Behördenzuständigkeiten, Begriffsdefinitionen, Verfahrensabläufe, Kosten

– Beratungsablauf und Darstellung von Hilfsmitteln

Montag, 21. März 2016, um 17:00 Uhr

Schloss Wildon, Hauptplatz 55, 8410 Wildon

Referentin: Mag.a Edith Zitz, inspire

Information und Anmeldung unter:
edith.zitz(@)inspire-thinking.at, +43 (0)676/580 3474

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Internationaler Frauentag – Anerkennungstag für alle Frauen!

Die wirtschaftliche Teilhabe von Frauen ist 2016 ein besonderes Anliegen des Projektes Anerkannt! 2016. 28% der migrantischen Erwerbstätigen (25% der Männer, 32% der Frauen) fühlen sich in ihrem Tätigkeitsbereich dequalifiziert: Sie sind also unter dem Qualifikationsniveau, das sie international erworben haben, tätig. Dies gilt übrigens auch für Österreicherinnen, aber in geringerem Ausmaß – nämlich für 8% der Männer und 12% Frauen. Hier legt Anerkannt das Augenmerk auf Formen der Validierung, also der Anerkennung von non-formal und informell erworbenen Kompetenzen: Für diese hat man zwar kein Zeugnis oder Diplom, aber man ist dennoch fachlich sattelfest.

Dieser Befund findet sich in zahlreichen Strategiepapieren im Integrations-, Bildungs-, Wirtschafts- und Arbeitsmarktbereich. Wir setzen uns für den ausbildungsadäquaten Berufseinsatz / der Erwerbstätigkeit von allen Frauen ein. Zugleich fördert Anerkannt! mit innovativer Netzwerkarbeit in der Gesamtgesellschaft das Interesse an bestehenden/ mitgebrachten Kompetenzen, deren beruflicher Verwertbarkeit und an einer allgemeinen respektvollen „Anerkennungskultur“ gerade in Zeiten sehr hoher Migrations- und Fluchtbewegungen. Die Teilhabe an Arbeit und Wirtschaft ist eine zentrale Form der Verhinderung der Abhängigkeit von nicht förderlichen, patriarchalen Strukturen und somit auch aus gesamtgesellschaftlicher Sicht unbedingt mitzudenken. Heuer arbeiten wir verstärkt mit Fraueneinrichtungen, GemeinwesenarbeiterInnen, SozialpartnerInnen, doch auch potentielle ArbeitgeberInnen, insbesondere KMUs, zusammen.

Anerkannt! 2016

Anerkannt 2016

(Berufs-)Anerkennung in Österreich

28 % der migrantischen Erwerbstätigen fühlen sich in ihrem Tätigkeitsbereich dequalifiziert. Das heißt, sie arbeiten unter ihrem Ausbildungsniveau. Das gilt für 25 % der Migranten und sogar 32 % der Migrantinnen. Der nicht ausbildungsadäquate Einsatz von MigrantInnen hat negative soziale und wirtschaftliche Folgen, da die Personen weniger verdienen, dadurch weniger Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erlangen und im Alter aufgrund ihrer geringen Pensionshöhe stark armutsgefährdet sind. Die psychosozialen Folgen sind Frustration, Scham und das Gefühl, diskriminiert zu werden.

Die Stelle ENIC NARIC Austria im Wissenschaftsministerium bewertet z.B. ausländische Hochschulabschlüsse: die Anzahl der Bewertungen erhöhte sich von 2011 auf 2014 von 1713 auf 4098 österreichweit.

Zugleich besteht in bestimmten Teilen der Wirtschaft ein Fachkräftemangel, wo Personen mit international erworbenen Qualifikationen sehr interessant sein könnten.

Dieser kritische Befund findet sich in zahlreichen Strategiepapieren im Integrations-, Bildungs-, Wirtschafts- und Arbeitsmarktbereich: Die verbesserte Anerkennung ist daher breitester gesellschaftspolitischer Konsens.

Projekt Anerkannt! 2016

Das Projekt „Anerkannt! 2016“, das vom Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres gefördert wird, engagiert sich

  • für den ausbildungsadäquaten Berufseinsatz von MigrantInnen, insbesondere auch Frauen;
  • trägt zu strukturellen Verbesserungen in der Anerkennungslandschaft bei;
  • fördert das Interesse an migrantischen Kompetenzen und deren beruflicher Verwertbarkeit;
  • engagiert sich für eine respektvolle „Anerkennungskultur“ gerade in Zeiten sehr hoher Migrations- und Fluchtbewegungen.

Mit PartnerInnen auf der Bundes-, Landes- (Steiermark, Kärnten, Burgenland) sowie der Grazer Stadtteilebene setzt Anerkannt! 2016 Maßnahmen zum Abbau struktureller Barrieren bei der Anerkennung von international erworbenen Qualifikationen.

Der Fokus von Anerkannt! 2016 liegt auf der Arbeit mit MultiplikatorInnen wie Fraueneinrichtungen, GemeinwesenarbeiterInnen, SozialpartnerInnen sowie auf potentielle ArbeitgeberInnen wie Klein- und Mittelbetriebe.

Eine weitere Zielgruppe bilden MigrantInnen, die einen Bedarf an Anerkennungsdienstleistungen haben: Drittstaatsangehörige, Asylberechtigte, subsidiär Schutzberechtigte oder EU-BürgerInnen sollen ihre international erworbenen Kompetenzen entsprechend gut am österreichischen Arbeitsmarkt verwerten können, auch angesichts des bestehenden Fachkräftemangels

Die Validierung informell / non-formal erworbener Kompetenzen wird mitbearbeitet.

Geplante Maßnahmen

Anerkannt! 2016 bietet Fraueneinrichtungen in der Steiermark, in Kärnten und im Burgenland einen systematischen Kompetenzausbau mittels spezifischer Workshops.

Eine Online-Befragung bei Klein- und Mittelbetrieben und regional gestreute Betriebsbesuche in der Steiermark finden für die Erforschung der Bedarfe und zum Know-how-Aufbau bei der Etablierung von diversitätsorientiertem Recruiting statt um den bestehenden Fachkräftemangel entgegenzusteuern .

MultiplikatorInnen aus der Gemeinwesen- und Stadtteilarbeit werden sensibilisiert. Niederschwellige Interventionen im öffentlichen Raum in den Grazer Bezirken Lend, Gries und Eggenberg, die von einem hohen MigrantInnenanteil gekennzeichnet sind, machen die Anerkennungsmöglichkeiten bekannt.

Zur Gewährleistung einer konstruktiven Anerkennungskultur für die österreichische Gesamtgesellschaft wird die Öffentlichkeit durch zielgruppenspezifisch angepasste, kreative Öffentlichkeitsarbeitsmaßnahmen wie Filme, Fotodokumentationen, Beiträgen in den sozialen Medien und auf der eigenen Anerkannt!-Website und durch Berichterstattung in den Medien informiert.

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